Neues Rathaus München

Das Neue Rathaus am Marienplatz in München ist Sitz des Oberbürgermeisters, des Stadtrates und Hauptsitz der Stadtverwaltung.

Es wurde von 1867 bis 1909 von Georg von Hauberrisser im neugotischen Stil erbaut. Die ca. 100 Meter lange Schaufassade am Marienplatz über den Spitzbogenarkaden mit den Terrassen ist unsymmetrisch angelegt, weil sie aus zwei Teilen gebildet wurde: dem Altbau mit dem reichverzierten Mittelgiebel und dem Neubau mit dem 80 Meter hohen Turm. Der Komplex aus Back- und Muschelkalkhaustein hat sechs Innenhöfe. Auf einer Grundstücksfläche von 9159 m² sind 7115 m² überbaut. Die Hauptfassade zum Marienplatz ist reich geschmückt. Sie zeigt den Welfenherzog Heinrich den Löwen und fast die gesamte Linie des Wittelsbacher Herrscherhauses in Bayern, neugotische Wasserspeier in Form von Fratzen und Masken, allegorische Bilder, Themen aus dem Leben von Heiligen und volkstümliche Sagengestalten und ist der umfangreichste Fürstenzyklus an einem deutschen Rathaus. Als zentrales Denkmal in der Mitte der Hauptfassade zwischen beiden Bauabschnitten am Marienplatz oberhalb des Wachenhauses ist ein Reiterstandbild des Prinzregenten Luitpold zu sehen.

Das Rathaus ist in weiten Teilen dem mittelalterlichen Rathaus in Brüssel nachempfunden. Der Architekt Georg von Hauberrisser entwarf nicht nur die Hülle des Bauwerks, sondern auch sämtliche Details der Räume sowie die komplette Innenausstattung (inkl. Büromöbel). Es ist noch heute in über 400 Zimmern der Arbeitsplatz von ca. 700 Personen.

Der 85 Meter hohe Mittelturm mit dem Münchner Kindl an der Turmspitze, hat eines der größten Glockenspiele Europas. Der Rathausturm besitzt auch eine Aussichtsgalerie, die mit einem Lift erreicht werden kann. Im neunten Stockwerk des Rathausturmes ist eine 4 Meter hohe Uhr in Mettlacher Mosaik-Technik.

Auch heute sind noch der Oberbürgermeister, Ratsfraktionen, Sitzungssaal und kleine Teile der Stadtverwaltung im Rathaus untergebracht. Im Neuen Rathaus und auf dem Marienplatz finden in der Regel auch die Empfänge und Ehrungen für erfolgreiche Münchner Sportler und Mannschaften statt.

GU-Lösung: RWA 1050 als Öffnung zur Rauchableitung gemäß Art. 33/BayBO

2018 wurden im Zuge der Verbesserung des baulichen Brandschutzes Bestandsfenster als Öffnungen zur Rauchableitung in Haupttreppenräumen ertüchtigt und dafür zugehörige Komponenten wie Verriegelungsantriebe für einwärts öffnende Drehfenster eingebaut. Die Antriebe und Verriegelungsantriebe wurden auf Kundenwunsch farblich lackiert.