Wie wird man Zulieferer bei einem Projekt mit 35 Gebäuden und zahlreichen Architekten?

Der Erstkontakt lief über den Bauherrn DomRömer im Januar 2014. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Schließsysteme und Schlösser geplant. Das von mir vorgestellte Schließsystem janus gefiel auf Anhieb durch die Schlüsselform, die Modulbauweise und der damit verbundenen Vielfalt an Schließungen. Für die Verwaltung der Schließanlagen überzeugte der KeyManager von BKS: Der KeyManager ist eine Schließanlagen-Software, die mechanische, mechatronische und elektronische Komponenten in einem Gesamtsystem verwaltet. So hat man über eine Benutzeroberfläche die komplette Übersicht über alle elektronischen und mechanischen Zutrittsmedien wie Zylinder, Schlüssel und Transponder. Ein wichtiger Aspekt bei diesem Großprojekt Dom Römer in Frankfurt war auch, dass das Schließanlagenverwaltungsprogramm mehrere Anlagen verwalten kann.

In der zuerst fertig gestellten Tiefgarage war eine kleine Schließanlage vorhanden. Der Schließplan ließ zunächst auf einen anderen Hersteller schließen. In der Tat handelte es sich jedoch um ein janus-Anlage, die nur auf einem markenfremden Schließplan eingetragen war. So konnte die Schließanlage einfach integriert und erweitert werden.

Eine zusätzliche Anforderung war, dass verschiedene Mieter, wie z. B. die der Apotheke, Goldschmiede und Gastronomie ihre „eigenen“ Schließanlagen wollten. Da das livius-System ebenfalls ein Wendeschlüsselsystem ist, wurden kleinere Anlagen mit livius GHS (General-Hauptschlüsselanlagen) und Z-Anlagen (Zentralschlossanlage) ausgestattet. Und auch hier kann der Bauherr den Vorteil der Schließanlagenverwaltungen durch den KeyManger nutzen.

Durch die intensive Zusammenarbeit bei den Terminen mit dem federführenden Büro für die Ausschreibung der Schließanlagen mit Fachleuten von BKS wurde die Machbarkeit der Schließanlage und die Zuordnung der Schließungen besprochen, geprüft und verfeinert. Letztlich haben wir die vielen verschiedenen Anforderungen durchgeplant und umgesetzt.

Viele der neuen Häuser bekamen motorische Mehrfachverriegelungsschlösser SECURY mit A-Öffner. Die waren zwar nicht ausgeschrieben, aber der Bauherr hat sie den verschiedenen Verarbeitern empfohlen.

Bei mehreren Objekten wurde die GU-Vorbauzarge von Verarbeitern empfohlen und eingebaut. Mit der passivhauszugelassenen Zarge können Fenster in der Dämmebene montiert werden, ohne dass Wärmebrücken entstehen. Außerdem erfüllt die Zarge die hohen Anforderungen an Lastabtragung, Wärmeschutz, Winddichtigkeit und Schallschutz.

Foto: © DomRömer GmbH / Uwe Dettmar

Weitere Informationen zur Sanierung der Frankfurter Altstadt