Erfolgreiche Architektenveranstaltung am Berliner Flughafen FBB

Ausgerichtet wurde die Veranstaltung am 26. September in Berlin am Willy Brandt-Flughafen Berlin Brandenburg von Schüco, Vetrotech-Saint Go-bain und Gretsch-Unitas. Die Veranstaltung war im Vorfeld bereits schnell ausgebucht, es folgten ca. 100 Architekten und Planer der Einladung der drei Unternehmen.

Der Vortrag von Vetrotech-Saint Gobain, befasste sich mit dem Thema „On The Safe Side: Multifunktionale Glaslösungen / Brandschutz und Sicher-heitsglas – Funktionalitäten und Richtlinien.“

Die Vielschichtigkeit der Fassade – verschiedene Ansätze mehrschaliger Fassadenkonstruktionen, thematisierte Stephanie Heese von Priedemann Fassadenberatung GmbH und gab damit wertvolle Impulse.

Zum Thema vernetzte Gebäudetechnik, führten Udo Ziemer und Jan van Bargen von der Unternehmensgruppe Gretsch-Unitas ein interaktives Interview. Das Gespräch beleuchtete die Aspekte der IT/Elektronik (Herr Ziemer, Head of Business Development, BKS GmbH) im Zusammenspiel mit den manuellen produkttechnischen Besonderheiten am Beispiel von automatischen Eingangssystemen (Herr van Bargen, Projektmanager, GU Automatic GmbH).

Das Fazit: „Erst planen, dann bauen – so sollte es zugehen auf den Baustellen. Denn wenn Projekte scheitern, liegt es meist nicht vorrangig an den äußeren Umständen, der eingesetzten Technik oder den beteiligten Fachunternehmen, sondern am mangelnden oder mangelhaften Projektmanagement", so Udo Ziemer. „Dieses Projektmanagement bietet die Unternehmensgruppe Gretsch-Unitas mit ihrem Vorsprung mit System und dem aufeinander abgestimmten Komplettsortiment.“

Jörg Marks, Geschäftsführer TELBA GmbH, referierte zum Thema Brandschutz im Kontext mit Hochbau, Fassadentechnik und Türen an schwierigen Baustellen –  am Beispiel BER. Marks konnte auf Ersthanderfahrungen zurückgreifen, er war von August 2014 bis Dezember 2018 Leiter Technik und Bau am Berliner Flughafen.
In seinem einstündigen Vortrag schilderte er die zahlreichen und oft auch sehr medienwirksamen „Pannen“, Wechsel in den Führungsebenen, Intransparenzen der unterschiedlichen Gewerke, Umbauten, Anbauten, neue bauaufsichtlichen Vorgaben, Verordnungen und Sicherheitsauflagen, die zur Notorietät des Flughafens beigetragen haben.
Zur Nachfrage aus dem Publikum zur Rekordgeschwindigkeit von vier Jahren, in der der neue Mega-Flughafen in Peking gebaut wurde – wie Teile der Presse am 25. September nicht ohne Häme meldeten: „Chinesische Medien weisen gerne darauf hin, wie schnell der neue Pekinger Airport im Vergleich zum Berliner Pannen-Flughafen BER gebaut worden ist.“ – gab Herr Marks zu bedenken, dass die Sicherheitsvorschriften und Regularien zum Brand-, Personen- und Arbeitsschutz in Deutschland viel strenger sind, als z. B. in China.

In der anschließenden Führung durch das Terminalgebäude wurde die Architektur und Planung des neuen Hauptstadtflughafens gezeigt. Auch wenn der neue Eröffnungstermin nun für Oktober 2020 „gesichert“ sei (FBB-Sprecher Hönemann), fällt es angesichts der – im wahrsten Wortsinn – vielen offenen Baustellen – etwas schwer daran zu glauben.