Die Kampagne K-EINBRUCH

Mit der Kampagne K-EINBRUCH (Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes) sollen auch diejenigen erreicht werden, für die der Einbruchschutz bislang kein Thema war.

Auf der Website www.k-einbruch.de finden sich produktneutrale Informationen der Polizei zum Einbruchschutz, ein „interaktives Haus“ mit Tipps, wie man sein Zuhause sichert sowie Informationen zur staatlichen Förderung von Einbruchschutz.

K-Einbruch

Der Tag des Einbruchschutzes am 31. Oktober 2021

Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ findet diese Aktion jährlich am letzten Oktobersonntag, dem Tag der Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit, statt. Die dadurch gewonnene zusätzliche Stunde sollen die Bürgerinnen und Bürger nutzen, sich über Einbruchschutz zu informieren. Mit dem Tag des Einbruchschutzes machen sowohl die örtlichen Polizeidienststellen als auch die Partner der Kampagne mit vielen Aktionen und Informationsveranstaltungen darauf aufmerksam, dass oft einfache Maßnahmen bereits helfen können, einen Einbruch zu verhindern.

Welche Schwachstellen haben Ein- bzw. Mehrfamilienhäuser?

Bei Einfamilienhäusern wird in knapp 80 % der Fälle über ebenerdige Terrassen- bzw. Balkontüren und Fenster eingebrochen. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Wohnungstür mit 46.9 % die größte Schwachstelle. Über die Fenstertüren von Terrasse oder Balkon gelangten ca. 31 % und über Fenster 21 % der Täter in Wohnungen eines Mehrfamilienhauses.

Insgesamt wird am häufigsten in Mehrfamilienhäusern eingebrochen. Dabei sind bei weitem nicht nur die unteren Stockwerke durch Einbruchdiebstähle gefährdet. Betroffen sind durchaus auch Wohnungen in mittleren und höheren Etagen. Etwa ein Drittel der Einbrüche in Mehrfamilienhäusern fallen auf das Erdgeschoss, der Rest auf höhere Stockwerke, das bedeutet, dass über alle Stockwerke hinweg ein ernstzunehmendes Einbruchsrisiko besteht.

Als die größte Schwachstelle erweisen sich die Haus- bzw. Wohnungstüren. Ist ein Einbrecher erst einmal im Gebäude, kann er sich Zutritt zu Wohnungen auf allen Stockwerken verschaffen. Dabei zeigt sich, dass Einbrüche in höheren Etagen vor allem tagsüber stattfinden. Dies lässt sich dadurch erklären, dass das Treppenhaus in den oberen Stockwerken weniger belebt ist. Der Einbrecher hat daher mehr Zeit zu reagieren, wenn er an der Haupteingangstür heimkehrende Personen ausmacht. Der Täter kann also ungestörter agieren als beispielsweise im Erdgeschoss, in dem die Gefahr, beim Einbruchsversuch erwischt zu werden, wesentlich höher ist.

Prävention

Einbrüchen ist man glücklicherweise nicht völlig hilflos ausgesetzt – man kann auch etwas dagegen unternehmen. Durch geeignete Maßnahmen und richtiges Verhalten kann das Einbruchsrisiko massiv gesenkt werden.

Einbruchhemmende Maßnahmen für Fenster und Fenstertüren

In Einfamilienhäuser wird in den allermeisten Fällen durch einfaches Aufhebeln von Fenstern oder Terrassentüren eingebrochen.

Deshalb empfiehlt die Polizei besonders für Erdgeschoss und Keller einbruchhemmende Fenster und Fenstertüren. Zu den wesentlichen Merkmalen einbruchhemmender Fenster zählen ein stabiler Fensterflügel und Fensterrahmen, hochwertige Beschläge und Griffe sowie widerstandsfähige Verglasung und eine fachgerecht ausgeführte Montage.

Beim Neubau und in der Nachrüstung von Privathäusern oder -wohnungen wird für den Einbruchschutz mindestens Widerstandsklasse RC 2 empfohlen.

Ein RC 2-Fenster hat folgende Komponenten: abschließbarer Fenstergriff und Beschläge mit Pilzkopfverriegelungen, die das Heraushebeln des Fensters verhindern sowie einbruchhemmende Verglasung. Eine Alternative zu RC 2-Fenstern bilden RC 2-N-Fenster, die mit Standardglas statt einbruchhemmender Verglasung versehen sind. Sind Fenster in oberen Stockwerken nur mit einer Steighilfe (zum Beispiel einer Leiter) erreichbar, genügen auch RC 1-N-Fenster.

Einbruchhemmende Maßnahmen für die Haus- und Wohnungstür

Wer sein Haus sicherer machen möchte, sollte sich eine Haustür mit einer Widerstandsklasse von RC 2 anschaffen. Diese Bezeichnung stellt sicher, dass die Gesamtheit aller Komponenten wie Türblatt, Bänder, Schließbleche, Schloss, Zylinder und Beschläge keine Schwachstellen aufweisen.

Schutzmaßnahmen

Mehrfachverriegelung

Die SECURY-Mehrfachverriegelungen von Gretsch-Unitas bieten ein Mehr an Sicherheit, denn die Schlösser haben oberhalb und unterhalb des mittigen Hauptschlosskastens mit Falle und Riegel zwei oder mehr zusätzliche Verriegelungen. Ein manuelles Abschließen ist bei den selbstverriegelnden Schlössern mit dem Automatic-Fallenriegel nicht notwendig. So ist die Tür ganz automatisch besser gegen Einbruchsversuche geschützt.

Die mechanisch selbstverriegelnden Verschlusssysteme ersetzen das manuelle Vorschließen mit dem Schlüssel. Einfach die Tür ins Schloss fallen lassen: Die Automatic-Fallenriegel lösen nach dem Zuziehen der Tür automatisch 20 mm aus und sind dann gegen Zurückdrücken gesichert – die Tür wird verriegelt, ohne abzuschließen. Die Verschlusssysteme lassen sich von innen per Drücker und von außen mittels einer Schlüsselumdrehung jederzeit öffnen.

Egal ob Feuerschutz-, Panik- oder privater Wohnungsbereich – diese Systeme bieten Ihnen für jeden Einsatzbereich eine komfortable Lösung.

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Mechanische Schließsysteme

Mit hochwertigen mechanischen Lösungen zur Absicherung von Türen erfüllt BKS höchste Qualitäts- und Sicherheitsansprüche. Die modernen Wendeschlüssel sind mit Kopierschutz ausgestattet und können nur mit Sicherungskarte von berechtigten Personen beauftragt werden.

Die Zukunftssicherheit der Schlüssel und Schließzylinder wird durch lange Patentlaufzeiten und flexible Erweiterungsmöglichkeiten der Systeme sichergestellt. Die mechanische Zutrittskontrolle kann mit elektronischen Systemen ergänzt und kombiniert werden.

Für Sicherheit sorgen der serienmäßige Schutz gegen Schlagpicking sowie die Not- und Gefahrenfunktion, die das Blockieren durch eingesteckte Schlüssel verhindert.

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Videosysteme

Die abschreckende Wirkung eines Videosystems auf potenzielle Täter ist nicht zu unterschätzen. Denn der Tathergang wird dokumentiert und bietet der Polizei so wichtige Ermittlungsansätze. Durch die in Echtzeit aufgezeichneten Videobilder kann man schon im Vorfeld erkennen ob Gefahr droht und gegebenenfalls gegensteuern. Die Aufzeichnungen lassen sich lokal, per Internet-Browser oder per App via Fernüberwachung abrufen.

Mehr Informationen

Nachträglicher Einbruchschutz für Ihr Zuhause

Ein im Baumarkt erworbenes Nachrüstprodukt muss nicht schlecht sein. Aber das allein macht Ihr Zuhause nicht sicherer. Denn nur im Zusammenspiel von zum Beispiel Schließzylinder, Schlüssel, Türband und Schließplatte wird die Haustür wirklich sicher.

Damit bei der Nachrüstung von Sicherheit keine Fehler gemacht werden, sollte man einen Fachbetrieb damit beauftragen. Hier erhalten Sie Beratung über die passenden Komponenten und die Sicherheitsprodukte werden nach DIN-Vorschriften montiert.

Oft lässt sich schon mit wenigen mechanischen Maßnahmen an bestehenden Fenstern, Balkontüren, Terrassentüren oder Haustüren ein hohes Maß an Einbruchhemmung erreichen. Zum Beispiel mit dem Austausch ältere Beschläge in neue, bessere und sicherere Beschläge und Pilzkopfverriegelungen für Fenster und Terrassentüren oder einer neuen Mehrfachverriegelung oder zertifiziertem Schließzylinder für die Haustür.

GU-Produkte werden von den polizeilichen Beratungsstellen empfohlen, wir haben Patente auf unsere Erfindungen und Zertifikate vom VdS (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft).

UPSICHERN – Nachrüstbare Sicherheit

UPSICHERN! bietet den Austausch bestehender und vorhandener Beschläge. Hier stellen wir Ihnen unsere komfortabel aufeinander abgestimmten Sicherheitspakete vor, die Ihr Zuhause sicherer machen.

Nachrüsten statt Fenster tauschen spart Zeit, Bausubstanz wird geschützt, schont Ressourcen und spart Kosten.

UPSICHERN!

Allgemeine Sicherheitstipps

Wie gehen Einbrecher vor? Was kann man tun, um sich und sein Zuhause zu schützen? Hier die wichtigsten Fakten zu Einbrüchen – und wie man sich richtig verhält.

Die beste Haustechnik kann einen Einbruch jedoch nicht verhindern, wenn sich Mieter oder Eigentümer falsch verhalten. Zusätzlich kommt es auf ein sicherheitsbewusstes Verhalten und eine aufmerksame Nachbarschaft an. Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – für mehr Lebensqualität und Sicherheit. Denn in einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher kaum eine Chance.

  • Achten Sie bewusst auf verdächtige Situationen, auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück.
  • Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.
  • Betreuen Sie die Wohnung länger abwesender Nachbarn, um einen bewohnten Eindruck zu erwecken.
  • Beim Verlassen der Wohnung sollten Sie alle Fenster schließen und die Haustür abschließen. Sonst haben Einbrecher leichtes Spiel. Gekippte Fenster sind offene Fenster für einen Einbrecher. In der Regel zahlt auch die Versicherung den Schaden dann nicht.
  • Mit Licht schützen:  Ein beleuchtetes Grundstück und Gebäude dienen zur Abschreckung potenzieller Einbrecher. So sollte mindestens der Eingangsbereich gut ausgeleuchtet sein, zum Beispiel durch Bewegungsmelder.
  • Gehen Sie sorgfältig mit Haustürschlüsseln um. Erneuern Sie den Schließzylinder sofort, wenn Sie einen Schlüssel verloren haben. Verstecken Sie niemals einen Ersatzschlüssel im Freien oder vor der Wohnungstür – es gibt kein Versteck, das ein Einbrecher nicht findet.
  • Außerdem sollten Leitern, Gartenmöbel und Mülltonnen nicht im Garten zur freien Verfügung stehen, um sie als Steighilfen in die oberen Geschosse zu benutzen.
  • Vorsicht in sozialen Netzwerken. Posten Sie in sozialen Netzwerken nicht, wann Sie in den Urlaub fahren oder was Sie gerade in den Ferien machen. Auch auf dem Anrufbeantworter niemals Fremde darüber informieren, wie lange Sie nicht zu Hause sind. Fallen im Wohnumfeld fremde Personen auf, die möglicherweise die Gewohnheiten der Bewohner ausspähen, sollten Sie sofort die Polizei zu Rate ziehen.
  • Bewohnten Eindruck erwecken. Abschreckend für Einbrecher ist es, wenn sie befürchten müssen, bei ihrer Tat die Bewohner oder einen Hund anzutreffen. Eine Zeitschaltuhr, die das Licht in einem oder mehreren Räumen einschaltet oder Rollläden hinauf- und herunter fährt, erweckt den Eindruck, es sei jemand zu Hause. Außen können Bewegungsmelder Lampen steuern. Elektronische Geräte täuschen Hundegebell oder das Flimmern eines Fernsehers vor. Experten raten hingegen davon ab, Kamera-Attrappen im Außenbereich zu installieren. Statt abzuschrecken, signalisieren Sie den Tätern: „Hier ist etwas zu holen.” Unbedingt vermeiden sollten Sie einen überquellenden Briefkasten, wenn Sie länger nicht zu Hause sind. Bitten Sie einen Nachbarn, ihn zu leeren.

 

Alarmieren Sie bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) und in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110.

Damit keine Fragen offen bleiben

Wenn Sie noch Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie an – wir helfen gerne weiter.

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